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Körpersignalketten – Schmerzen der Vergangenheit…

Körpersignale sind Zeichen

Körpersignale als Zeichen sehen

Körpersignalketten - Schmerzen der Vergangenheit...

…oder was Rückenschmerzen mit den Füßen zu tun haben

 

Autorin: Anke Sommer

Körperliche Beschwerden kommen im Alltag immer mal wieder vor und häufig wird diesen keine besondere Beachtung geschenkt, gerade so viel, dass man sich in seinen Aufgaben und Pflichten nicht allzu beeinträchtigt fühlt. Beim Beispiel Rückenschmerzen fühlen sich vermutlich die meisten angesprochen. Entweder hat man zu viel am PC gesessen, sich zu wenig bewegt oder auch einfach falsch gelegen. Zumindest liegen diese Schlüsse nahe, wenn man den Schmerzursprung in der Gegenwart sucht. Doch nicht alle gegenwärtigen Schmerzen sind automatisch auf gegenwärtige bzw. kurz zurückliegende Ursachen zurück zu führen. Ebenso häufig kommt es vor, dass man den Schmerz eines Körpersignals empfindet, dessen Ursprung nicht im Heute zu finden ist. In diesem Fall haben die Schmerzen nichts mit physischen Erkrankungen zu tun. Signalschmerzen, ob als einzelnes Signal oder als Körpersignalketten, sind die Folge unverarbeiteter Erlebnisse mit dem Ziel, den Schmerzträger auf die Nicht-Verarbeitung hinzuweisen. Es ist eine Einladung wahrzunehmen, was gesehen werden will.

Woran lässt sich erkennen, welche Art von Schmerz vorherrscht?

Während rein physische Schmerzen sich nur ähneln, ist der Signalschmerz immer der gleiche. Hinzu kommt, dass es sich häufig nicht nur um ein einziges Signal handelt, sondern um eine ganze Körpersignalkette. Also mehrere Signale, deren Verbindung nicht unmittelbar zu erkennen ist. Die wenigsten wüssten ohne Weiteres, dass beispielsweise akute nächtliche Rückenschmerzen sowohl mit einem vorangegangenen Juckreiz der Haut als auch mit tauben, trockenen Füßen zusammenhängen.  Vor allem, wenn diese Signale (langfristig) zeitversetzt auftauchen. Darüber hinaus begünstigt die natürliche Neigung, Schmerzen zu vermeiden – also entsprechende Stellen zu schonen oder nicht zu berühren – leider, sich erst recht nicht mit der dahinterliegenden Ursache zu beschäftigen.

Wie kommt es zu Körpersignalketten?

Ganze Reihen von Körpersignalen werden durch Erlebnisse ausgelöst, die man nicht in der Lage war (adäquat) zu verarbeiten. Die Überforderung hinsichtlich dieses Geschehens hält an und das Nicht-Verarbeitete wird im Körpergedächtnis gespeichert. Selbst wenn also schon Jahre nach einem Ursprungserleben vergangen sind und wir denken, dass wir etwas verwunden haben, heißt das nicht, dass es tatsächlich so sein muss. Unser Körper verrät uns, wie es wirklich aussieht, auch wenn gemeinhin anzunehmende Anzeichen wie vielleicht Herzklopfen, Schweißausbrüche etc. nicht eintreten. Der Körper hat zahlreiche Wege, sich mitzuteilen. Er zeigt immer jene Signale, die schon im Ursprungsereignis aufgetreten sind. Auch die Signalreihenfolge entspricht noch in der Gegenwart genau jener, die sich im Originalerlebnis gezeigt hat. Nur, dass die meisten nicht gelernt haben, diese vielfältigen Zeichen auch entsprechend zu deuten.

Die ersten, vermeintlich leisen Signale werden nicht als diese wahrgenommen. Wohl aber das letzte Glied einer Kette: Das Symptom, in unserem Beispiel die Rückenschmerzen. Während Betroffene gar nicht oder erst sehr spät ihre Signale als solche erkennen, sieht die Außenwelt teilweise viel früher, dass oder sogar was hinter Symptomen und Signalen steht. So verraten die Augen dem geschulten Blick sehr viel darüber, ob ein Ereignis vorgefallen ist, dessen Verarbeitung noch aussteht. Außerdem wird die Signalkette eines unverarbeiteten Ereignisses immer auch dann aktiviert, wenn wir im Heute etwas erleben, das unser Körpergedächtnis mit jenem Ereignis in Verbindung bringt.

Deins oder meins – die Krux mit der Familie

Zum bloßen Erkennen kommt noch erschwerend hinzu, dass nicht jedes Symptom, nicht jede Körpersignalkette mit einem eigenen Erleben zu tun haben muss. Nicht verarbeitete Geschehnisse und Informationen werden auch über Generationen hinweg innerfamiliär oder von Bezugspersonen weitergegeben. Bis endlich jemand hinsieht und bereit ist, zu verarbeiten. Und abzugeben, was beispielsweise für MutterIm Grundgedanken der Menschheit gibt es die Einteilung von Menschen in Typenkonzepten. Der Archetypus Mutter ist eines der typologischen Ausrichtungen und ist im Enneagramm (altgriechisch, „das Geschriebene“) erwähnt. Die Mutter schafft Raum zum Wachsen und zum Gedeihen. Sie besitzt weise Gedanken, die sich nicht selten in der Forschung und in der Literatur wiederfinden. Die Mutter ist ein guter Vordenker und... More oder Vater mitgetragen wird, damit man es nicht unverarbeitet an die eigenen Kinder überreicht.

Aufgreifen und Auflösen von Körpersignalen

Um letzteres zu verhindern und – ebenso wichtig – sein eigenes Leben unbeschwerter, authentischer und freier leben zu können, ist es also von essenzieller Bedeutung, Bewusstheit zu entwickeln. Denn nur mit bewusster Wahrnehmung dessen, was unser Unterbewusstsein uns mit Hilfe des Körpers mitteilen möchte, können wir weitergehen. Schlichtweg dadurch, dass wir die Informationen hinter einem Signal als solche aufgreifen und in den richtigen Zusammenhang bringen. Erkennt man, welcher Ursprung hinter all dessen steckt, löst sich die Kette auf.

Was so einfach klingt, ist mitunter ein Prozess, der unterschiedlich lange anhält. Denn zu jedem Signal gehören zahlreiche Informationen, die alle gesehen und gehört werden wollen, um die Verarbeitung abzuschließen. So groß diese Herausforderung auch scheint, es gibt keinen Grund gar nicht erst anzufangen. Kommt man erst einmal ins Beobachten und tiefe innere Hinterfragen, baut man bemerkenswert schnell einen verlässlichen Zugang zu sich auf und kann bereits einiges an feststeckenden Informationen hinter den eigenen Signalen aufgreifen.

Wie kann ich selbst mit Körpersignalen umgehen?

Um in die Bewusstwerdung zu kommen und in die Arbeit mit dem eigenen Körpergedächtnis einzusteigen, sollten Sie sich zunächst fragen: Was signalisiert mein Körper überhaupt? Welche Zeichen kann ich wahrnehmen? Und welche dieser Signale könnten dann noch Teil einer Körpersignalkette sein? Hier hilft es außerdem, sich zu fragen, in welchem Zusammenhang die einzelnen Signale aufgetreten sind und auch in die Detailansicht zu gehen: In welcher Situation/Atmosphäre befand/befinde ich mich allgemein, wenn das Signal kommt und was ist unmittelbar vor Auftauchen des Signals passiert? Im Laufe der Zeit wird Ihnen diese Beobachtung immer leichter fallen und sich Ihre Signal-Wahrnehmung deutlich verfeinert haben.

Wahrnehmen, Verstehen, Aufräumen – Die Körpersignalarbeit nach Anke Sommer

Wem das Erkennen von Symptomen und Signalen sowie das Aufgreifen dahintersteckender Informationen gerade zu Beginn dennoch zu groß scheint, findet im Ansatz der Körpersignalarbeit nach Anke Sommer die Stütze, die es braucht, um die Geheimnisse seines Körpergedächtnisses aufzudecken. Ich begleite zahlreiche „Signal-Entdecker“ als Facilitatorin, also Prozessbegleiterin, in ihrem Bewusstwerdungsprozess. Gemeinsam identifizieren wir Signale und finden die zugehörigen Informationen. Auf diese Weise erkennen wir den Ursprung der Signalkette und lösen diese damit auf.

Das Körperbewusstsein entdecken

Entdeckung des Körperbewusstseins

Wer sich nun angesprochen fühlt, neugierig geworden ist oder auch die eigenen Rückenschmerzen nun in einem etwas anderen Licht sieht, ist herzlich eingeladen, im LEADERSHIP Workshop „Körpersignalarbeit als (Selbst) Führungsmethode“ noch mehr zu dem Thema und seinen eigenen Signalen zu erfahren.

Autorin: Anke Sommer
Bilder: Austin Chan (Unsplash) und Elijah Hiett (Unsplash)

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