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Eine Familie kann man sich nicht aussuchen,- oder doch?

Eine Familie kann man sich nicht aussuchen

Oder doch?

Wie aus einer anstrengenden Familie, eine gute wird!

Wir werden in eine Familie hinein geboren und sind unterschiedlich glücklich damit. Die einen fühlen sich geborgen, die anderen sehen ihr Auskommen lediglich in der Distanz. Wiederum andere basteln sich ihre ganz eigene Familie zusammen,- gute Freunde, Bekannte, der Partner, ein Hund, alles Mitglieder der Neufamilie.
Stellen Sie sich aber nun einmal vor, Sie akzeptieren Ihre Herkunftsfamilie so wie sie ist; nehmen diese an. Aber Achtung, bitte nur im Positiven! Was passiert dann?

Jeder hat ein Recht auf eine gute Familie

Ich gehe einmal davon aus, dass die meisten Menschen im Kern gut sind. Diesen Kern nennen wir nun positiv. Gehen Sie einmal in Gedanken Ihre eigene Familie durch. Eventuell stoßen Sie auf Dinge, die Sie gut, aber auch auf Dinge die Sie inakzeptabel finden. Das Inakzeptable kann eine grenzüberschreitende Art sowie Vorfälle anno dazumal darstellen, die Ihnen wehgetan haben und an denen Sie zu leiden hatten. Diese Vorfälle nennen wir nun das Negative.

Meine Tätigkeit als Beraterin zeigt mir immer wieder aufs Neue, dass jeder,- egal welchen Ranges -, solche Erlebnisse in sich trägt. Die Führungskräfte ebenso, wie die Manager, die Ärzte, die Privatpersonen und die Prominenten. Gehen wir in diese negativen Erfahrungen hinein, entfaltet sich blitzschnell das negative Gefühl. Durch Auf- und Verarbeitung bekommt man zwar einen Teil davon neutralisiert, ein anderer Teil hingegen bleibt. Diesen bleibenden Teil mache ich nun im Folgenden dafür verantwortlich, keine Chance auf ein gutes Gefühl mit unserer Familie zu haben. Also ist es gerade dieser Teil, der uns das Recht auf eine gute Familie nimmt.

Das muss nicht sein. Jeder hat das Recht auf eine gute Familie, denn eine Familie ist im Grunde das, was uns Schutz und Geborgenheit schenkt. Eine Familie bedeutet,- systemisch gesehen -, den Halt in der Gesellschaft zu haben; die Verankerung in ein sich gegenseitig stützendes System zu besitzen. Dieses Gefühl zu haben oder eben auch nicht, macht einen Unterschied. Es zu besitzen stärkt. Auf diese Stärkung sollten wir nicht verzichten.

Auf die eigene Haltung kommt es an

Stellen Sie sich doch jetzt einmal vor, Sie haben eine solche gute Familie. Fühlen Sie sich geborgen damit. Sie für sich selbst wissen, was an dem Verhalten Ihrer Eltern für Sie gut und welches Verhalten für Sie schlecht ist. Begegnen Sie fortan Ihren Eltern und Ihren Geschwistern nur und ausschließlich in dem, was für Sie gut ist. Das andere grenzen Sie fortan ab.

Die Abgrenzung geschieht aber nicht durch die Benennung des Missstandes, sondern ausschließlich durch Ihre Distanz hierzu. Distanz bedeutet hier, entfernen Sie sich, wenn das von Ihnen als negativ empfundene Verhalten auftaucht. Alles, was Sie nicht mögen, davon distanzieren Sie sich; alles was Sie schätzen, dass stärken Sie, indem Sie darauf eingehen. Keine Gespräche mehr über vergangene Wunden, keine unendlichen Dialoge über die Missstände, sondern nur noch die Begegnung mit der Seite, die Sie mögen.

Mit dieser Praxis, die sich aus der Leadership-Beratung ableitet, liegt die Veränderung ausschließlich in Ihren Händen. Das tut sehr gut, denn nun geht von Ihnen die Kraft der Veränderung aus. Nur von Ihnen. Sie führen fortan die Situation. Leadership heißt übersetzt Führung und Leitung.

In der Regel haben selbst die anstrengendsten Eltern ein Bedürfnis nach einer „heilen Welt”, nach familiärem Anschluss und Integration in eine Gemeinschaft. Das bringt schon alleine das Alter mit sich. All diejenigen, die dieses Bedürfnis in sich tragen, können Sie so erreichen.

Keine Worte mehr, sondern ausschließlich Handlungen

Worte sind der Träger in das negative System hinein. In das hinein, was sich auf Probleme konzentriert und auf die Erfahrung, diese niemals lösen zu können. Sie verheddern uns mit dem Unangenehmen. Da wir immer nur im Stande sind eines zu tun,- negativ oder positiv die Welt zu sehen -, uns gut oder uns schlecht mit unserer Familie zu fühlen, lade ich Sie dazu ein, hier vornehmlich dem Guten zu begegnen.

Die Handlung der Distanz von dem zu wählen, was wir nicht gut finden und was wir auch nicht gut reden wollen, bringt uns in die Verlegenheit, eine gute Familie in unserer eigenen Familie zu finden. Dazu brauchen wir keine Veränderungsprozesse von denen zu erhoffen, die absolut nicht im Stande sind, dies zu tun, weil es nicht in ihr Denkmuster hineinpasst. Hierdurch können wir uns unabhängig von der Veränderung des anderen machen. Wir brauchen uns keine Veränderungen von anderen zu erhoffen, wir verändern uns selbst.

Dass liebe Leser, ist ein großer Schlüssel zum eigenen Glück. Hier bleibt Glück keine Phrase, hier wird es machbar. Dieses Glück spüren wir als Kraft bei der Arbeit, ebenso als Halt in einsamen Stunden und als Unterstützung der eigenen Freude.

Ihnen gönne ich ganz viele Glücksgefühle und das Erleben, eine tolle Familie zu haben.

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